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by Ursula Müller

Lohnt sich das KennenLERNEN der Farbe?

Menschen und Farben.

Wir Menschen, als relativ dezent farbiges Wesen finden uns in einer üppigen, vor Farbe überquellenden Umwelt wieder.

Dies war nicht immer so. Die Griechen hatten z.B. noch keinen Begriff von Blau. Der Himmel war für sie aufgehellte Dunkelheit. Die Anatomie des Auges, die Beschaffenheit unserer Atmosphäre, haben sich nicht grundlegend geändert, die letzten 2500 Jahre.

Dennoch scheint es, dass wir heutigen Menschen differenzierter wahrnehmen, verglichen mit den Alten Griechen.

Eine mögliche Erklärung.

Eine mögliche Erklärung hierfür gibt Goethes Farbenlehre: "Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken. Aus gleichgültigen tierischen Hilfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde, und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht, damit das innere Licht dem äußeren entgegentrete."

Das innere Licht ist demnach unser Vermögen, unsere Umwelt zu erfassen. "Bildet sich das Auge am Lichte", bedeutet für uns eine ungeheuere Chance. Welche Erkenntnis liegt noch vor uns und wir blicken achtlos daran vorbei?

Deshalb sollte es uns einen Versuch wert sein: Die Farbe als Partner kennen zu lernen. Ihr zu zuhören und uns von ihr führen zu lassen. Aber auch die Macht einer Farbe zu bemerken und ihr respektvoll und selbstbewusst gegenüberzutreten.

Urgrund dieser Projekte ist Goethes Farbenlehre. Die Diskussion über sie ist sehr kontrovers. Aber als Innenarchitektin ist es mir möglich vor die wissenschaftliche Diskussion über das Werk, die Arbeit mit dem Werk zu stellen.